Mail-Dienst Konfiguration
Dieser Abschnitt beschreibt die detaillierte Konfiguration des Mail-Dienstes. Die Konfiguration erfolgt in der Administrationsoberfläche und umfasst SMTP-Konten, Mail-Einstellungen, Empfängerverwaltung, Vorlagen und Anhänge.
SMTP-Konten einrichten
SMTP-Konten definieren, über welchen E-Mail-Server Nachrichten versendet werden. Sie können mehrere SMTP-Konten einrichten und diese unterschiedlichen Workflows oder Mandanten zuordnen.
SMTP-Konto-Prioritäten:
Das System wählt das SMTP-Konto in folgender Reihenfolge aus:
Priorität 1: Workflow-spezifisches SMTP-Konto
- Konfiguration:
Workflow -> Verwende dieses SMTP Konto - Verwendung: Wenn ein spezifischer Workflow ein eigenes SMTP-Konto definiert hat
- Anwendungsfall: Spezielle Workflows mit besonderen Absenderanforderungen
Priorität 2: Mandanten-spezifisches SMTP-Konto
- Konfiguration:
Mandant -> Verwende dieses SMTP Konto - Verwendung: Fallback wenn kein Workflow-spezifisches SMTP-Konto definiert ist
- Anwendungsfall: Mandanten-spezifische E-Mail-Absender
Priorität 3: Standard-SMTP-Konto
- Konfiguration: SMTP-Konto mit
Standard-Konto = Aktiviert - Verwendung: Systemweiter Fallback wenn keine spezifischen Konten definiert sind
- Anwendungsfall: Allgemeine E-Mail-Versendung
Wichtig: Es muss mindestens ein Standard-SMTP-Konto im System definiert sein.
Prioritätendarstellung der SMTP-Kontenermittlung
┌──────────────────────────┐
│ 1. Workflow.UseSmtpAcount│
│ (pro Workflow konfiguriert)│
└────────────┬─────────────┘
│
gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
│
NEIN
│
▼
┌───────────────────────────────┐
│ 2. WorkflowSettings.UseSmtpAcount │
│ (pro Workflow-Einstellung) │
└────────────┬──────────────────┘
│
gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
│
NEIN
│
▼
┌──────────────────────────┐
│ 3. Company.UseSmtpAcount │
│ (pro Mandant konfiguriert)│
└────────────┬─────────────┘
│
gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
│
NEIN
│
▼
┌──────────────────────────────┐
│ 4. Default SmtpAccount │
│ (DefaultAccount == true) │
└────────────┬─────────────────┘
│
gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
│
NEIN
│
▼
┌──────────────────────────────┐
│ ❌ MissingSmtpAccounException │
└──────────────────────────────┘
Prioritätstabelle
| Prio | Ebene | Property | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| 1 (höchste) | Workflow | Workflow.UseSmtpAcount |
Pro einzelnem Workflow konfigurierbar. Überschreibt alle anderen. |
| 2 | Workflow-Einstellung | WorkflowSettings.UseSmtpAcount |
Gilt für eine Workflow-Einstellung (Gruppe von Workflows). |
| 3 | Mandant | Company.UseSmtpAcount |
Mandantenweites SMTP-Konto als Fallback. |
| 4 (niedrigste) | System-Standard | SmtpAccount.DefaultAccount == true |
Globaler Fallback, wenn nichts anderes konfiguriert ist. |
SMTP-Kontotypen:
Das System unterstützt verschiedene SMTP-Server:
- Standard-SMTP: Klassische SMTP-Server (z.B. eigener Mailserver, Gmail, etc.)
- Microsoft 365 mit OAuth: Sichere Authentifizierung über OAuth für M365-Konten
SMTP-Konto erstellen:
Mail-Einstellungen
Mail-Einstellungen definieren, wann und wie E-Mails für einen bestimmten Workflow versendet werden. Sie werden pro Mandant und Workflow konfiguriert.
Grundeinstellungen:
Name und Status:
- Name: Eindeutige Bezeichnung für die Mail-Einstellung
- Aktiv: Bestimmt, ob diese Einstellung verwendet wird
Standardanrede:
- Wird verwendet, wenn keine spezifische Anrede ermittelt werden kann
- Beispiel: "Sehr geehrte Damen und Herren,"
Empfängerverwaltung
Die Empfängerverwaltung bestimmt, wer die E-Mails erhält. Es gibt zwei Systeme: Klassisch und Erweitert.
Klassische Empfängerkonfiguration
Bei der klassischen Konfiguration verwenden Sie einfache Auswahloptionen (Ja/Nein): Kundenempfänger:
- An Kunden senden: Primäre E-Mail-Adresse des Kunden
- An Kundenkontakt senden: E-Mail-Adresse des zugewiesenen Ansprechpartners
- Sende an E-Mail-Adresse für Rechnungsempfang: Spezielle Rechnungs-E-Mail-Adresse
- Rückfallempfänger Kunde: Fallback auf Kunden-E-Mail wenn Kontakt nicht verfügbar
- Rückfallempfänger Standardansprechpartner: Fallback auf Standard-Ansprechpartner
Weitere Empfänger:
- An Vertreter senden: E-Mail an zugewiesenen Vertriebsmitarbeiter
- Statische Empfänger: Feste E-Mail-Adressen (kommagetrennt)
- Statische Empfänger BCC: Feste BCC-Empfänger
- Zusatzempfänger aus Personenkonto: E-Mail-Adressen aus benutzerdefinierten Feldern des Kontenstamms
- Zusatzempfänger aus Vorgang (T170): E-Mail-Adressen aus einem Feld des Vorgangs (CrmIncidencesUndSchritte)
Beispiel:
☑ An Kundenkontakt senden
☑ Rückfallempfänger Standardansprechpartner
☑ An Vertreter senden
Statische Empfänger BCC: [email protected]
Ergebnis:
- Primär: Kundenkontakt-E-Mail
- Fallback: Standard-Ansprechpartner
- Zusätzlich: Vertriebsmitarbeiter
- Immer BCC: [email protected]
Erweiterte Empfängerregeln
Für komplexere Szenarien können Sie erweiterte Empfängerregeln verwenden. Diese bieten ein flexibles Prioritätssystem mit bedingter Zustellung, Ausschlusslogik und individueller Anrede.
Aktivierung: Aktivieren Sie "Erweiterte Empfängerregeln verwenden" in den Mail-Einstellungen und weisen Sie eine Empfänger-Regel-Vorlage zu. Die klassischen Empfängeroptionen (Checkboxen) werden dann ignoriert.
Empfänger-Regel-Vorlagen
Eine Vorlage bündelt mehrere Empfängerregeln und kann in verschiedenen Mail-Einstellungen wiederverwendet werden.
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Name | Bezeichnung der Vorlage |
| Beschreibung | Optionale Erklärung zum Einsatzzweck |
| Aktiv | Nur aktive Vorlagen werden verarbeitet |
| Regeln | Liste der Empfängerregeln |
Regelparameter
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
| Aktiv | Regel ein-/ausschalten |
| Regeltyp | Art der Empfängerquelle (siehe unten) |
| Zustellungsart | To, CC oder BCC |
| Hauptpriorität | Gruppiert Regeln in Prioritätsstufen (niedrigere Zahl = höhere Priorität) |
| Verarbeitungsreihenfolge | Reihenfolge innerhalb derselben Hauptpriorität |
| Verarbeitung bei Treffer stoppen | Stoppt die gesamte Regelverarbeitung wenn diese Regel einen Empfänger findet |
| Separate E-Mails pro Empfänger | Jeder Empfänger erhält eine eigene Mail mit persönlicher Anrede |
| Statische Empfänger | Kommagetrennte E-Mail-Adressen (nur bei Regeltyp StaticRecipients) |
| BCC pro Regel | Kommagetrennte BCC-Adressen, die nur den Mails dieser Regel hinzugefügt werden |
| Benutzerdefiniertes Feld | Feldname im Kontenstamm (CustomFieldRecipients) oder im Vorgang/T170 (IncidenceFieldRecipients). Unterstützt auch "Zusatzfeld1"-"Zusatzfeld30" Syntax (siehe Zusatzfeld-Syntax) |
| Bedingt auf Empfängertyp | Ändert die Zustellungsart wenn ein bestimmter anderer Empfängertyp existiert |
| Alternative Zustellungsart | Zustellungsart die verwendet wird wenn die Bedingung erfüllt ist |
| Ausschluss wenn vorhanden | Schließt diese Regel aus wenn einer der markierten Empfängertypen existiert (Mehrfachauswahl) |
| Bemerkung | Freitext für interne Dokumentation der Regel |
Regeltypen
| Typ | Quelle | Beschreibung |
|---|---|---|
| CustomerContact | Ansprechpartner | E-Mail-Adresse des zugeordneten Ansprechpartners im Workflow |
| Customer | Kundenstamm | Primäre E-Mail-Adresse aus der Kundenadresse |
| InvoiceEmail | Fakturierungsstamm | Rechnungsversand-E-Mail-Adresse des Kunden |
| FallbackContact | Standard-Ansprechpartner | Erster aktiver Ansprechpartner mit Sortierung < 0 |
| SalesRepresentative | Vertreterstamm | E-Mail-Adresse des zugeordneten Vertreters |
| StaticRecipients | Feste Adressen | Kommagetrennte E-Mail-Adressen direkt in der Regel |
| CustomFieldRecipients | Benutzerdefiniertes Feld (Kontenstamm) | E-Mail-Adressen aus einem Feld im Kontenstamm (semikolongetrennt) |
| IncidenceFieldRecipients | Benutzerdefiniertes Feld (Vorgang/T170) | E-Mail-Adressen aus einem Feld im Vorgang/CrmIncidencesUndSchritte (semikolongetrennt) |
Prioritätssystem
Regeln werden nach zwei Ebenen priorisiert:
- Hauptpriorität: Gruppiert Regeln in Prioritätsstufen. Alle Regeln einer Stufe werden gemeinsam verarbeitet, bevor die nächste Stufe betrachtet wird.
- Verarbeitungsreihenfolge: Bestimmt die Reihenfolge innerhalb einer Stufe.
Empfohlene Prioritätsstufen:
| Hauptpriorität | Verwendung | Beispiel |
|---|---|---|
| 10 | Primäre Empfänger | Ansprechpartner, Kunde |
| 15 | Ergänzende Empfänger | Vertreter, zusätzliche Adressen |
| 20 | Fallback-Empfänger | Standard-Ansprechpartner |
| 30 | Statische Empfänger | Feste interne Verteiler |
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Einfache Kundenmail mit Fallback
Szenario: Versand an den Ansprechpartner. Falls keiner vorhanden, an die Kunden-E-Mail.
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | CustomerContact | To | 10 | 100 | Verarbeitung bei Treffer stoppen = Ja |
| 2 | Customer | To | 20 | 100 | - |
So funktioniert es:
- Hat der Workflow einen Ansprechpartner mit E-Mail? Die Mail geht an den Ansprechpartner. Da "Verarbeitung bei Treffer stoppen" aktiv ist, wird Regel 2 nicht mehr geprüft.
- Kein Ansprechpartner vorhanden? Prioritätsstufe 10 liefert keine Empfänger, daher wird Stufe 20 geprüft. Die Mail geht an die Kundenadresse.
Beispiel 2: Ansprechpartner als To, Kunde als CC
Szenario: Der Ansprechpartner erhält die Mail direkt, der Kunde soll sie als Kopie bekommen. Ohne Ansprechpartner geht die Mail direkt an den Kunden.
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | CustomerContact | To | 10 | 100 | - |
| 2 | Customer | To | 10 | 200 | Bedingt auf = CustomerContact, Alternative = Cc |
So funktioniert es:
- Beide Regeln sind in Prioritätsstufe 10 und werden gemeinsam verarbeitet.
- Gibt es einen Ansprechpartner UND eine Kunden-E-Mail? Der Ansprechpartner bleibt als To. Der Kunde wird zu CC geändert, weil die Bedingung "CustomerContact existiert" erfüllt ist.
- Nur Kunde vorhanden (kein Ansprechpartner)? Die Bedingung ist nicht erfüllt, der Kunde bleibt als To-Empfänger.
Beispiel 3: Auftragsbestätigung mit Vertreter und internem Verteiler
Szenario: Mail geht an den Kunden. Der Vertriebsmitarbeiter bekommt eine Kopie. Ein internes Postfach erhält immer eine Blindkopie.
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | CustomerContact | To | 10 | 100 | Separate E-Mails = Ja |
| 2 | SalesRepresentative | Cc | 15 | 100 | - |
| 3 | StaticRecipients | Bcc | 15 | 200 | Statische Empfänger = "[email protected]" |
So funktioniert es:
- Der Ansprechpartner erhält eine eigene Mail mit persönlicher Anrede (durch "Separate E-Mails").
- Der Vertreter (CC) und das Archiv-Postfach (BCC) werden in eine gemeinsame Mail gruppiert.
Beispiel 4: Rechnungsversand mit dreistufigem Fallback
Szenario: Rechnung soll zuerst an die Rechnungsversand-E-Mail gehen. Falls nicht vorhanden, an den Ansprechpartner. Zuletzt an den Standard-Ansprechpartner.
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | InvoiceEmail | To | 10 | 100 | Verarbeitung bei Treffer stoppen = Ja |
| 2 | CustomerContact | To | 20 | 100 | Verarbeitung bei Treffer stoppen = Ja |
| 3 | FallbackContact | To | 30 | 100 | - |
So funktioniert es:
- Rechnungsversand-E-Mail vorhanden? Mail an diese Adresse, keine weitere Verarbeitung.
- Keine Rechnungsadresse, aber Ansprechpartner? Mail an Ansprechpartner, keine weitere Verarbeitung.
- Keiner von beiden? Mail an den Standard-Ansprechpartner (erster aktiver Kontakt mit Sortierung < 0).
Beispiel 5: Kunde ausschließen wenn Ansprechpartner vorhanden
Szenario: Mail soll an den Ansprechpartner gehen. Der Kunde soll nur dann eine Mail bekommen, wenn es keinen Ansprechpartner gibt (weder als To noch als CC - komplett ausgeschlossen).
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | CustomerContact | To | 10 | 100 | - |
| 2 | Customer | To | 10 | 200 | Ausschluss wenn vorhanden = CustomerContact |
So funktioniert es:
- Ansprechpartner vorhanden? Nur der Ansprechpartner bekommt die Mail. Regel 2 (Customer) wird ausgeschlossen, weil die Bedingung "CustomerContact existiert" greift.
- Kein Ansprechpartner? Die Ausschlussbedingung ist nicht erfüllt. Der Kunde erhält die Mail.
Beispiel 6: Empfänger aus benutzerdefiniertem Feld
Szenario: Zusätzliche Empfänger stehen in einem benutzerdefinierten Feld im Kontenstamm (z. B. Feld "c555" enthält "[email protected];[email protected]").
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | CustomerContact | To | 10 | 100 | - |
| 2 | CustomFieldRecipients | Cc | 15 | 100 | Feldname = "c555" |
So funktioniert es:
- Ansprechpartner erhält die Mail als direkter Empfänger.
- Alle E-Mail-Adressen aus dem Feld "c555" (semikolongetrennt) werden als CC hinzugefügt.
Beispiel 7: Empfänger aus einem Feld im Vorgang (T170)
Szenario: Zusätzliche Empfänger stehen in einem Feld des Vorgangs (T170/CrmIncidencesUndSchritte), z. B. im Zusatzfeld "Zusatzfeld1" enthält "[email protected];[email protected]".
| Regel | Typ | Zustellungsart | Hauptpriorität | Reihenfolge | Optionen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | CustomerContact | To | 10 | 100 | - |
| 2 | IncidenceFieldRecipients | Cc | 15 | 100 | Feldname = "Zusatzfeld1" |
So funktioniert es:
- Ansprechpartner erhält die Mail als direkter Empfänger.
- Alle E-Mail-Adressen aus dem Zusatzfeld des Vorgangs (semikolongetrennt) werden als CC hinzugefügt.
- Da der Feldname "Zusatzfeld1" lautet, wird automatisch
Vorgang.Zusatz.Zusatzfeld1ausgelesen (siehe Zusatzfeld-Syntax).
Zusatzfeld-Syntax
Für die Regeltypen CustomFieldRecipients und IncidenceFieldRecipients sowie für die klassischen Felder "Zusatzempfänger Feld (Kontenstamm)" und "Zusatzempfänger Feld (Vorgang)" gibt es zwei Möglichkeiten, den Feldnamen anzugeben:
| Syntax | Beispiel | Auflösung |
|---|---|---|
| Direkter Spaltenname | C555, U000 |
Liest das Feld direkt per GetColumnValueDirect |
| Zusatzfeld-Name | Zusatzfeld1 bis Zusatzfeld30 |
Liest über die Navigation Objekt.Zusatz.ZusatzfeldN |
Wichtig: Die Zusatz-Eigenschaft kann null sein (wenn keine Zusatzfelder konfiguriert sind). In diesem Fall wird kein Empfänger aufgelöst und kein Fehler erzeugt.
Automatische Deduplizierung
Das System entfernt automatisch doppelte Empfänger anhand der E-Mail-Adresse (Groß-/Kleinschreibung wird ignoriert). Der zuerst aufgelöste Empfänger behält seine Zustellungsart.
Personalisierte Anrede
Jeder Empfänger erhält eine personalisierte Anrede basierend auf seinem Typ:
| Empfängertyp | Anrede-Quelle |
|---|---|
| Ansprechpartner | Briefanrede aus Kontaktstamm, oder generiert aus Geschlecht/Name |
| Kunde (natürliche Person) | Generierte Anrede aus der Adresse |
| Kunde (Firma) | Standard-Anrede aus den Mail-Einstellungen |
| Vertreter | Vertretername |
| Zusatzempfänger Kontenstamm | Anrede basierend auf Kundenadresse (natürliche Person) oder Standard-Anrede |
| Zusatzempfänger Vorgang (T170) | Standard-Anrede aus den Mail-Einstellungen |
| Statische Empfänger | Standard-Anrede aus den Mail-Einstellungen |
Der Platzhalter ##Empfaenger## im Mail-Text wird durch die jeweilige Anrede ersetzt. Alternativ können {SALUTATION} oder {{SALUTATION}} verwendet werden.
Zusammenspiel mit anderen Einstellungen
Die erweiterte Empfängerlogik ersetzt nur die Empfängerermittlung. Alle anderen Mail-Einstellungen funktionieren weiterhin: Anhänge, Entwurfsmodus, Postausgangsbuch, Mail-Vorlagen, Absender, Antwort-An usw.
Mail-Vorlagen
Mail-Vorlagen bestimmen den Inhalt der versendeten E-Mails. Es gibt zwei Methoden:
Textbausteine mit Platzhaltern
Einfache Textbausteine mit dynamischen Platzhaltern für Workflow-Daten.
Verfügbare Platzhalter:
Alle Eigenschaften des Workflow-Objekts können verwendet werden. Eine vollständige Übersicht aller verfügbaren Eigenschaften finden Sie in der CrmIncidencesUndSchritte-Klassendokumentation.
Beispiele:
{{Kurzbeschreibung}}- Workflow-Kurzbeschreibung{{LangbeschreibungExtern}}- Externe Langbeschreibung{{OpNummer}}- Workflow-Nummer{{AktuellsterBeleg.DatumFaktura:dd.MM.yyyy}}- Rechnungsdatum formatiert{{AktuellsterBeleg.Endbetrag:C2}}- Rechnungsbetrag als Währung{{Kunde.Kontoname1}}- Firmenname des Kunden{{Projekt.Bezeichnung1}}- Projektbezeichnung{{DatumSchrittGeschrieben:dd.MM.yyyy}}- Fallerfassungsdatum
Beispiel-Template:
##Empfaenger##
im Anhang finden Sie Ihre Rechnung {{OpNummer}} vom {{AktuellsterBeleg.DatumFaktura:dd.MM.yyyy}}.
Der Gesamtbetrag beträgt {{AktuellsterBeleg.Endbetrag:C2}}.
{{LangbeschreibungExtern}}
##Anlagen##
Hinweis: Sie können auf alle Eigenschaften und verschachtelte Objekte zugreifen (z.B. {{Kunde.Adresse.Strasse1}}, {{Projekt.Bezeichnung1}}). Formatierung erfolgt über Standard-.NET-Formatstrings. Für eine vollständige Übersicht aller Formatierungsoptionen siehe Formatangaben für Platzhalter.
Rich-Text-Vorlagen (MailMerge)
Erweiterte Vorlagen mit Formatierung, Tabellen, Bildern und bedingter Logik.
Erstellung:
Optionaler Betreff (MailTemplateSubject):
Bei Verwendung einer MailMerge-Vorlage wird standardmäßig die Kurzbeschreibung des Vorgangs als E-Mail-Betreff verwendet. Über das Feld MailTemplateSubject in den Mail-Einstellungen kann ein eigener Betreff definiert werden, der dieselben Platzhalter-Variablen unterstützt wie der restliche Mail-Inhalt (siehe Formatangaben für Platzhalter).
Beispiel: Rechnung {{OpNummer}} vom {{AktuellsterBeleg.DatumFaktura:dd.MM.yyyy}}
Wenn das Feld leer bleibt, wird weiterhin die Kurzbeschreibung des Vorgangs als Betreff verwendet.
Features:
- Formatierung (Schriftarten, Farben, Tabellen)
- Erweiterte Platzhalter mit Objektnavigation
- Bedingte Logik (If-Then-Else)
- Schleifen für Wiederholungen
- Eingebettete Bilder und Logos
Anhangsverwaltung
Die Anhangsverwaltung steuert, welche Dokumente an E-Mails angehängt werden.
Quellen für Anhänge:
- Workflow-Uploads: Dokumente, die im Workflow hochgeladen wurden
- Beleg-Anhänge: Dokumente aus verknüpften Belegen (z.B. Rechnungen, Lieferscheine)
- Archivformular-Filter: Nur Dokumente mit bestimmten Archivformularen
Konfigurationsoptionen:
Grundoptionen:
- Anhänge einschließen: Aktiviert die Anhangsfunktion
- Nur mit Anhängen: E-Mail wird nur versendet, wenn Anhänge vorhanden sind
- Archivformular-Filter: Wählt spezifische Archivformular-Typen aus
Validierungsoptionen:
- Überspringe bei fehlendem Archivformular-Anhang: Verhindert Versand, wenn erforderliche Archivformular-Anhänge fehlen
- Überspringe bei fehlendem Beleg-Anhang: Verhindert Versand, wenn Beleg-Anhänge fehlen
Anwendungsbeispiele:
- Rechnungsversand: Nur senden, wenn PDF-Rechnung vorhanden ist
- Auftragsbestätigung: Nur mit Auftragsformular
- Lieferbenachrichtigung: Nur mit Lieferschein
Workflow-Filter
Workflow-Filter bestimmen, welche Workflows verarbeitet werden. Sie können zeitbasierte Filter verwenden.
Zeitbasierte Filter:
Option 1: Zeitraum-Filter (Since)
- Verarbeitet Workflows der letzten X Stunden/Tage
- Format: TimeSpan (z.B. "1.00:00:00" für 1 Tag)
- Beispiel: Nur Workflows der letzten 24 Stunden
Option 2: Datum-Filter (After)
- Verarbeitet alle Workflows ab einem festen Datum
- Format: DateTime (z.B. "01.01.2024")
- Beispiel: Alle Workflows seit Jahresbeginn
Option 3: Logischer Zeitbereich-Filter (Time Range)
- Verarbeitet Workflows basierend auf logischen Zeiträumen
- Verfügbare Zeiträume:
- Dieses Jahr
- Dieser Monat
- Dieses Quartal
- Diese Woche
- Heute
- Seit gestern
- Vorteil: Keine Wartung fester Datumswerte erforderlich
- Beispiel: "Dieser Monat" verarbeitet automatisch alle Workflows seit dem 1. des aktuellen Monats
Filter-Priorität:
- Zeitraum-Filter (aktiv) wird zuerst geprüft
- Falls nicht aktiv: Datum-Filter
- Falls nicht aktiv: Logischer Zeitbereich-Filter
- Fallback: Alle Workflows seit 1970
Wichtig: Es kann immer nur ein Filter aktiv sein. Aktivieren Sie nur den Filter, der Ihren Anforderungen entspricht.