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Mail-Dienst Konfiguration

Dieser Abschnitt beschreibt die detaillierte Konfiguration des Mail-Dienstes. Die Konfiguration erfolgt in der Administrationsoberfläche und umfasst SMTP-Konten, Mail-Einstellungen, Empfängerverwaltung, Vorlagen und Anhänge.

SMTP-Konten einrichten

SMTP-Konten definieren, über welchen E-Mail-Server Nachrichten versendet werden. Sie können mehrere SMTP-Konten einrichten und diese unterschiedlichen Workflows oder Mandanten zuordnen.

SMTP-Konto-Prioritäten:

Das System wählt das SMTP-Konto in folgender Reihenfolge aus (vier Stufen):

Priorität 1: Workflow-spezifisches SMTP-Konto

  • Konfiguration: Workflow -> Verwende dieses SMTP Konto
  • Verwendung: Wenn ein spezifischer Workflow ein eigenes SMTP-Konto definiert hat
  • Anwendungsfall: Spezielle Workflows mit besonderen Absenderanforderungen

Priorität 2: Workflow-Einstellung-spezifisches SMTP-Konto

  • Konfiguration: WorkflowSettings -> Verwende dieses SMTP Konto
  • Verwendung: Gilt für eine Workflow-Einstellung (Gruppe von Workflows)
  • Anwendungsfall: Einheitlicher Absender für eine Gruppe zusammengehöriger Workflows

Priorität 3: Mandanten-spezifisches SMTP-Konto

  • Konfiguration: Mandant -> Verwende dieses SMTP Konto
  • Verwendung: Fallback wenn kein Workflow- oder Einstellungs-spezifisches SMTP-Konto definiert ist
  • Anwendungsfall: Mandanten-spezifische E-Mail-Absender

Priorität 4: Standard-SMTP-Konto

  • Konfiguration: SMTP-Konto mit Standard-Konto = Aktiviert
  • Verwendung: Systemweiter Fallback wenn keine spezifischen Konten definiert sind
  • Anwendungsfall: Allgemeine E-Mail-Versendung

Wichtig: Es muss mindestens ein Standard-SMTP-Konto im System definiert sein.

Prioritätendarstellung der SMTP-Kontenermittlung

     ┌──────────────────────────┐
     │  1. Workflow.UseSmtpAcount│
     │  (pro Workflow konfiguriert)│
     └────────────┬─────────────┘
                  │
          gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
                  │
                 NEIN
                  │
                  ▼
     ┌───────────────────────────────┐
     │ 2. WorkflowSettings.UseSmtpAcount │
     │ (pro Workflow-Einstellung)         │
     └────────────┬──────────────────┘
                  │
          gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
                  │
                 NEIN
                  │
                  ▼
     ┌──────────────────────────┐
     │ 3. Company.UseSmtpAcount │
     │ (pro Mandant konfiguriert)│
     └────────────┬─────────────┘
                  │
          gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
                  │
                 NEIN
                  │
                  ▼
     ┌──────────────────────────────┐
     │ 4. Default SmtpAccount       │
     │ (DefaultAccount == true)     │
     └────────────┬─────────────────┘
                  │
          gesetzt? ├── JA ──→ ✅ Verwende dieses Konto
                  │
                 NEIN
                  │
                  ▼
     ┌──────────────────────────────┐
     │ ❌ MissingSmtpAccounException │
     └──────────────────────────────┘

Prioritätstabelle

Prio Ebene Property Beschreibung
1 (höchste) Workflow Workflow.UseSmtpAcount Pro einzelnem Workflow konfigurierbar. Überschreibt alle anderen.
2 Workflow-Einstellung WorkflowSettings.UseSmtpAcount Gilt für eine Workflow-Einstellung (Gruppe von Workflows).
3 Mandant Company.UseSmtpAcount Mandantenweites SMTP-Konto als Fallback.
4 (niedrigste) System-Standard SmtpAccount.DefaultAccount == true Globaler Fallback, wenn nichts anderes konfiguriert ist.

SMTP-Kontotypen:

Das System unterstützt verschiedene SMTP-Server:

  • Standard-SMTP: Klassische SMTP-Server (z.B. eigener Mailserver, Gmail, etc.)
  • Microsoft 365 mit OAuth: Sichere Authentifizierung über OAuth für M365-Konten

SMTP-Konto erstellen:

  1. Navigieren Sie zu "SMTP Konten" in der Administrationsoberfläche
  2. Erstellen Sie ein neues SMTP-Konto
  3. Konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:
    • Name: Bezeichnung des Kontos
    • E-Mail-Adresse: Absender-Adresse
    • Anzeigename: Name des Absenders
    • SMTP-Server: Hostname des Servers (z.B. smtp.firma.de)
    • Port: SMTP-Port (üblicherweise 587 für STARTTLS, 465 für SSL)
    • Benutzername/Passwort: Anmeldedaten (falls erforderlich)
    • SSL/STARTTLS: Verschlüsselungsoptionen
    • Standard-Konto: Markieren Sie ein Konto als Standard

Mail-Einstellungen

Mail-Einstellungen definieren, wann und wie E-Mails für einen bestimmten Workflow versendet werden. Sie werden pro Mandant und Workflow konfiguriert.

Grundeinstellungen:

Name und Status:

  • Name: Eindeutige Bezeichnung für die Mail-Einstellung
  • Aktiv: Bestimmt, ob diese Einstellung verwendet wird

Standardanrede:

  • Wird verwendet, wenn keine spezifische Anrede ermittelt werden kann
  • Beispiel: "Sehr geehrte Damen und Herren,"

Empfängerverwaltung

Die Empfängerverwaltung bestimmt, wer die E-Mails erhält. Es gibt zwei Systeme: Klassisch und Erweitert.

Klassische Empfängerkonfiguration

Bei der klassischen Konfiguration verwenden Sie einfache Auswahloptionen (Ja/Nein): Kundenempfänger:

  • An Kunden senden: Primäre E-Mail-Adresse des Kunden
  • An Kundenkontakt senden: E-Mail-Adresse des zugewiesenen Ansprechpartners
  • Sende an E-Mail-Adresse für Rechnungsempfang: Spezielle Rechnungs-E-Mail-Adresse
  • Rückfallempfänger Kunde: Fallback auf Kunden-E-Mail wenn Kontakt nicht verfügbar
  • Rückfallempfänger Standardansprechpartner: Fallback auf Standard-Ansprechpartner

Weitere Empfänger:

  • An Vertreter senden: E-Mail an zugewiesenen Vertriebsmitarbeiter
  • Statische Empfänger: Feste E-Mail-Adressen (kommagetrennt)
  • Statische Empfänger BCC: Feste BCC-Empfänger
  • Zusatzempfänger aus Personenkonto: E-Mail-Adressen aus benutzerdefinierten Feldern des Kontenstamms
  • Zusatzempfänger aus Vorgang (T170): E-Mail-Adressen aus einem Feld des Vorgangs (CrmIncidencesUndSchritte)

Beispiel:

☑ An Kundenkontakt senden
☑ Rückfallempfänger Standardansprechpartner
☑ An Vertreter senden
Statische Empfänger BCC: [email protected]

Ergebnis:

  • Primär: Kundenkontakt-E-Mail
  • Fallback: Standard-Ansprechpartner
  • Zusätzlich: Vertriebsmitarbeiter
  • Immer BCC: [email protected]

Erweiterte Empfängerregeln

Für komplexere Szenarien können Sie erweiterte Empfängerregeln verwenden. Diese bieten ein flexibles Prioritätssystem mit bedingter Zustellung, Ausschlusslogik und individueller Anrede.

Aktivierung: Aktivieren Sie "Erweiterte Empfängerregeln verwenden" in den Mail-Einstellungen und weisen Sie eine Empfänger-Regel-Vorlage zu. Die klassischen Empfängeroptionen (Checkboxen) werden dann ignoriert.

Empfänger-Regel-Vorlagen

Eine Vorlage bündelt mehrere Empfängerregeln und kann in verschiedenen Mail-Einstellungen wiederverwendet werden.

Feld Beschreibung
Name Bezeichnung der Vorlage
Beschreibung Optionale Erklärung zum Einsatzzweck
Aktiv Nur aktive Vorlagen werden verarbeitet
Regeln Liste der Empfängerregeln
Regelparameter
Parameter Beschreibung
Aktiv Regel ein-/ausschalten
Regeltyp Art der Empfängerquelle (siehe unten)
Zustellungsart To, CC oder BCC
Hauptpriorität Gruppiert Regeln in Prioritätsstufen (niedrigere Zahl = höhere Priorität)
Verarbeitungsreihenfolge Reihenfolge innerhalb derselben Hauptpriorität
Verarbeitung bei Treffer stoppen Stoppt die gesamte Regelverarbeitung wenn diese Regel einen Empfänger findet
Separate E-Mails pro Empfänger Jeder Empfänger erhält eine eigene Mail mit persönlicher Anrede
Statische Empfänger Kommagetrennte E-Mail-Adressen (nur bei Regeltyp StaticRecipients)
BCC pro Regel Kommagetrennte BCC-Adressen, die nur den Mails dieser Regel hinzugefügt werden
Benutzerdefiniertes Feld Feldname im Kontenstamm (CustomFieldRecipients) oder im Vorgang/T170 (IncidenceFieldRecipients). Unterstützt auch "Zusatzfeld1"-"Zusatzfeld30" Syntax (siehe Zusatzfeld-Syntax)
Bedingt auf Empfängertyp Ändert die Zustellungsart wenn ein bestimmter anderer Empfängertyp existiert
Alternative Zustellungsart Zustellungsart die verwendet wird wenn die Bedingung erfüllt ist
Ausschluss wenn vorhanden Schließt diese Regel aus wenn einer der markierten Empfängertypen existiert (Mehrfachauswahl)
Bemerkung Freitext für interne Dokumentation der Regel
Regeltypen
Typ Quelle Beschreibung
CustomerContact Ansprechpartner E-Mail-Adresse des zugeordneten Ansprechpartners im Workflow
Customer Kundenstamm Primäre E-Mail-Adresse aus der Kundenadresse
InvoiceEmail Fakturierungsstamm Rechnungsversand-E-Mail-Adresse des Kunden
FallbackContact Standard-Ansprechpartner Erster aktiver Ansprechpartner mit Sortierung < 0
SalesRepresentative Vertreterstamm E-Mail-Adresse des zugeordneten Vertreters
StaticRecipients Feste Adressen Kommagetrennte E-Mail-Adressen direkt in der Regel
CustomFieldRecipients Benutzerdefiniertes Feld (Kontenstamm) E-Mail-Adressen aus einem Feld im Kontenstamm (semikolongetrennt)
IncidenceFieldRecipients Benutzerdefiniertes Feld (Vorgang/T170) E-Mail-Adressen aus einem Feld im Vorgang/CrmIncidencesUndSchritte (semikolongetrennt)
Prioritätssystem

Regeln werden nach zwei Ebenen priorisiert:

  1. Hauptpriorität: Gruppiert Regeln in Prioritätsstufen. Alle Regeln einer Stufe werden gemeinsam verarbeitet, bevor die nächste Stufe betrachtet wird.
  2. Verarbeitungsreihenfolge: Bestimmt die Reihenfolge innerhalb einer Stufe.

Empfohlene Prioritätsstufen:

Hauptpriorität Verwendung Beispiel
10 Primäre Empfänger Ansprechpartner, Kunde
15 Ergänzende Empfänger Vertreter, zusätzliche Adressen
20 Fallback-Empfänger Standard-Ansprechpartner
30 Statische Empfänger Feste interne Verteiler
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Einfache Kundenmail mit Fallback

Szenario: Versand an den Ansprechpartner. Falls keiner vorhanden, an die Kunden-E-Mail.

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 CustomerContact To 10 100 Verarbeitung bei Treffer stoppen = Ja
2 Customer To 20 100 -

So funktioniert es:

  • Hat der Workflow einen Ansprechpartner mit E-Mail? Die Mail geht an den Ansprechpartner. Da "Verarbeitung bei Treffer stoppen" aktiv ist, wird Regel 2 nicht mehr geprüft.
  • Kein Ansprechpartner vorhanden? Prioritätsstufe 10 liefert keine Empfänger, daher wird Stufe 20 geprüft. Die Mail geht an die Kundenadresse.

Beispiel 2: Ansprechpartner als To, Kunde als CC

Szenario: Der Ansprechpartner erhält die Mail direkt, der Kunde soll sie als Kopie bekommen. Ohne Ansprechpartner geht die Mail direkt an den Kunden.

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 CustomerContact To 10 100 -
2 Customer To 10 200 Bedingt auf = CustomerContact, Alternative = Cc

So funktioniert es:

  • Beide Regeln sind in Prioritätsstufe 10 und werden gemeinsam verarbeitet.
  • Gibt es einen Ansprechpartner UND eine Kunden-E-Mail? Der Ansprechpartner bleibt als To. Der Kunde wird zu CC geändert, weil die Bedingung "CustomerContact existiert" erfüllt ist.
  • Nur Kunde vorhanden (kein Ansprechpartner)? Die Bedingung ist nicht erfüllt, der Kunde bleibt als To-Empfänger.

Beispiel 3: Auftragsbestätigung mit Vertreter und internem Verteiler

Szenario: Mail geht an den Kunden. Der Vertriebsmitarbeiter bekommt eine Kopie. Ein internes Postfach erhält immer eine Blindkopie.

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 CustomerContact To 10 100 Separate E-Mails = Ja
2 SalesRepresentative Cc 15 100 -
3 StaticRecipients Bcc 15 200 Statische Empfänger = "[email protected]"

So funktioniert es:

  • Der Ansprechpartner erhält eine eigene Mail mit persönlicher Anrede (durch "Separate E-Mails").
  • Der Vertreter (CC) und das Archiv-Postfach (BCC) werden in eine gemeinsame Mail gruppiert.

Beispiel 4: Rechnungsversand mit dreistufigem Fallback

Szenario: Rechnung soll zuerst an die Rechnungsversand-E-Mail gehen. Falls nicht vorhanden, an den Ansprechpartner. Zuletzt an den Standard-Ansprechpartner.

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 InvoiceEmail To 10 100 Verarbeitung bei Treffer stoppen = Ja
2 CustomerContact To 20 100 Verarbeitung bei Treffer stoppen = Ja
3 FallbackContact To 30 100 -

So funktioniert es:

  • Rechnungsversand-E-Mail vorhanden? Mail an diese Adresse, keine weitere Verarbeitung.
  • Keine Rechnungsadresse, aber Ansprechpartner? Mail an Ansprechpartner, keine weitere Verarbeitung.
  • Keiner von beiden? Mail an den Standard-Ansprechpartner (erster aktiver Kontakt mit Sortierung < 0).

Beispiel 5: Kunde ausschließen wenn Ansprechpartner vorhanden

Szenario: Mail soll an den Ansprechpartner gehen. Der Kunde soll nur dann eine Mail bekommen, wenn es keinen Ansprechpartner gibt (weder als To noch als CC - komplett ausgeschlossen).

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 CustomerContact To 10 100 -
2 Customer To 10 200 Ausschluss wenn vorhanden = CustomerContact

So funktioniert es:

  • Ansprechpartner vorhanden? Nur der Ansprechpartner bekommt die Mail. Regel 2 (Customer) wird ausgeschlossen, weil die Bedingung "CustomerContact existiert" greift.
  • Kein Ansprechpartner? Die Ausschlussbedingung ist nicht erfüllt. Der Kunde erhält die Mail.

Beispiel 6: Empfänger aus benutzerdefiniertem Feld

Szenario: Zusätzliche Empfänger stehen in einem benutzerdefinierten Feld im Kontenstamm (z. B. Feld "c555" enthält "[email protected];[email protected]").

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 CustomerContact To 10 100 -
2 CustomFieldRecipients Cc 15 100 Feldname = "c555"

So funktioniert es:

  • Ansprechpartner erhält die Mail als direkter Empfänger.
  • Alle E-Mail-Adressen aus dem Feld "c555" (semikolongetrennt) werden als CC hinzugefügt.

Beispiel 7: Empfänger aus einem Feld im Vorgang (T170)

Szenario: Zusätzliche Empfänger stehen in einem Feld des Vorgangs (T170/CrmIncidencesUndSchritte), z. B. im Zusatzfeld "Zusatzfeld1" enthält "[email protected];[email protected]".

Regel Typ Zustellungsart Hauptpriorität Reihenfolge Optionen
1 CustomerContact To 10 100 -
2 IncidenceFieldRecipients Cc 15 100 Feldname = "Zusatzfeld1"

So funktioniert es:

  • Ansprechpartner erhält die Mail als direkter Empfänger.
  • Alle E-Mail-Adressen aus dem Zusatzfeld des Vorgangs (semikolongetrennt) werden als CC hinzugefügt.
  • Da der Feldname "Zusatzfeld1" lautet, wird automatisch Vorgang.Zusatz.Zusatzfeld1 ausgelesen (siehe Zusatzfeld-Syntax).
Zusatzfeld-Syntax

Für die Regeltypen CustomFieldRecipients und IncidenceFieldRecipients sowie für die klassischen Felder "Zusatzempfänger Feld (Kontenstamm)" und "Zusatzempfänger Feld (Vorgang)" gibt es zwei Möglichkeiten, den Feldnamen anzugeben:

Syntax Beispiel Auflösung
Direkter Spaltenname C555, U000 Liest das Feld direkt per GetColumnValueDirect
Zusatzfeld-Name Zusatzfeld1 bis Zusatzfeld30 Liest über die Navigation Objekt.Zusatz.ZusatzfeldN

Wichtig: Die Zusatz-Eigenschaft kann null sein (wenn keine Zusatzfelder konfiguriert sind). In diesem Fall wird kein Empfänger aufgelöst und kein Fehler erzeugt.

Automatische Deduplizierung

Das System entfernt automatisch doppelte Empfänger anhand der E-Mail-Adresse (Groß-/Kleinschreibung wird ignoriert). Der zuerst aufgelöste Empfänger behält seine Zustellungsart.

Personalisierte Anrede

Jeder Empfänger erhält eine personalisierte Anrede basierend auf seinem Typ:

Empfängertyp Anrede-Quelle
Ansprechpartner Briefanrede aus Kontaktstamm, oder generiert aus Geschlecht/Name
Kunde (natürliche Person) Generierte Anrede aus der Adresse
Kunde (Firma) Standard-Anrede aus den Mail-Einstellungen
Vertreter Vertretername
Zusatzempfänger Kontenstamm Anrede basierend auf Kundenadresse (natürliche Person) oder Standard-Anrede
Zusatzempfänger Vorgang (T170) Standard-Anrede aus den Mail-Einstellungen
Statische Empfänger Standard-Anrede aus den Mail-Einstellungen

Der Platzhalter ##Empfaenger## im Mail-Text wird durch die jeweilige Anrede ersetzt. Alternativ können {SALUTATION} oder {{SALUTATION}} verwendet werden.

Zusammenspiel mit anderen Einstellungen

Die erweiterte Empfängerlogik ersetzt nur die Empfängerermittlung. Alle anderen Mail-Einstellungen funktionieren weiterhin: Anhänge, Entwurfsmodus, Postausgangsbuch, Mail-Vorlagen, Absender, Antwort-An usw.

Mail-Vorlagen

Mail-Vorlagen bestimmen den Inhalt der versendeten E-Mails. Es gibt zwei Methoden:

Textbausteine mit Platzhaltern

Einfache Textbausteine mit dynamischen Platzhaltern für Workflow-Daten.

Verfügbare Platzhalter:

Alle Eigenschaften des Workflow-Objekts können verwendet werden. Eine vollständige Übersicht aller verfügbaren Eigenschaften finden Sie in der CrmIncidencesUndSchritte-Klassendokumentation.

Beispiele:

  • {{Kurzbeschreibung}} - Workflow-Kurzbeschreibung
  • {{LangbeschreibungExtern}} - Externe Langbeschreibung
  • {{OpNummer}} - Workflow-Nummer
  • {{AktuellsterBeleg.DatumFaktura:dd.MM.yyyy}} - Rechnungsdatum formatiert
  • {{AktuellsterBeleg.Endbetrag:C2}} - Rechnungsbetrag als Währung
  • {{Kunde.Kontoname1}} - Firmenname des Kunden
  • {{Projekt.Bezeichnung1}} - Projektbezeichnung
  • {{DatumSchrittGeschrieben:dd.MM.yyyy}} - Fallerfassungsdatum

Beispiel-Template:

##Empfaenger##

im Anhang finden Sie Ihre Rechnung {{OpNummer}} vom {{AktuellsterBeleg.DatumFaktura:dd.MM.yyyy}}.
Der Gesamtbetrag beträgt {{AktuellsterBeleg.Endbetrag:C2}}.

{{LangbeschreibungExtern}}

##Anlagen##

Hinweis: Sie können auf alle Eigenschaften und verschachtelte Objekte zugreifen (z.B. {{Kunde.Adresse.Strasse1}}, {{Projekt.Bezeichnung1}}). Formatierung erfolgt über Standard-.NET-Formatstrings. Für eine vollständige Übersicht aller Formatierungsoptionen siehe Formatangaben für Platzhalter.

Rich-Text-Vorlagen (MailMerge)

Erweiterte Vorlagen mit Formatierung, Tabellen, Bildern und bedingter Logik.

Erstellung:

  1. Navigieren Sie zu "Mail Vorlagen" in der Administrationsoberfläche
  2. Erstellen Sie eine neue RichTextMailMergeData-Vorlage
  3. Gestalten Sie Inhalte im Rich-Text-Editor
  4. Fügen Sie Mail-Merge-Felder über das Ribbon-Menü ein
  5. Weisen Sie die Vorlage in den Mail-Einstellungen zu

Optionaler Betreff (MailTemplateSubject):

Bei Verwendung einer MailMerge-Vorlage wird standardmäßig die Kurzbeschreibung des Vorgangs als E-Mail-Betreff verwendet. Über das Feld MailTemplateSubject in den Mail-Einstellungen kann ein eigener Betreff definiert werden, der dieselben Platzhalter-Variablen unterstützt wie der restliche Mail-Inhalt (siehe Formatangaben für Platzhalter).

Beispiel: Rechnung {{OpNummer}} vom {{AktuellsterBeleg.DatumFaktura:dd.MM.yyyy}}

Wenn das Feld leer bleibt, wird weiterhin die Kurzbeschreibung des Vorgangs als Betreff verwendet.

Features:

  • Formatierung (Schriftarten, Farben, Tabellen)
  • Erweiterte Platzhalter mit Objektnavigation
  • Bedingte Logik (If-Then-Else)
  • Schleifen für Wiederholungen
  • Eingebettete Bilder und Logos

Anhangsverwaltung

Die Anhangsverwaltung steuert, welche Dokumente an E-Mails angehängt werden.

Quellen für Anhänge:

  • Workflow-Uploads: Dokumente, die im Workflow hochgeladen wurden
  • Beleg-Anhänge: Dokumente aus verknüpften Belegen (z.B. Rechnungen, Lieferscheine)
  • Archivformular-Filter: Nur Dokumente mit bestimmten Archivformularen

Konfigurationsoptionen:

Grundoptionen:

  • Anhänge einschließen: Aktiviert die Anhangsfunktion
  • Nur mit Anhängen: E-Mail wird nur versendet, wenn Anhänge vorhanden sind
  • Archivformular-Filter: Wählt spezifische Archivformular-Typen aus

Validierungsoptionen:

  • Überspringe bei fehlendem Archivformular-Anhang: Verhindert Versand, wenn erforderliche Archivformular-Anhänge fehlen
  • Überspringe bei fehlendem Beleg-Anhang: Verhindert Versand, wenn Beleg-Anhänge fehlen

Anwendungsbeispiele:

  • Rechnungsversand: Nur senden, wenn PDF-Rechnung vorhanden ist
  • Auftragsbestätigung: Nur mit Auftragsformular
  • Lieferbenachrichtigung: Nur mit Lieferschein

Workflow-Filter

Workflow-Filter bestimmen, welche Workflows verarbeitet werden. Sie können zeitbasierte Filter verwenden.

Zeitbasierte Filter:

Option 1: Zeitraum-Filter (Since)

  • Verarbeitet Workflows der letzten X Stunden/Tage
  • Format: TimeSpan (z.B. "1.00:00:00" für 1 Tag)
  • Beispiel: Nur Workflows der letzten 24 Stunden

Option 2: Datum-Filter (After)

  • Verarbeitet alle Workflows ab einem festen Datum
  • Format: DateTime (z.B. "01.01.2024")
  • Beispiel: Alle Workflows seit Jahresbeginn

Option 3: Logischer Zeitbereich-Filter (Time Range)

  • Verarbeitet Workflows basierend auf logischen Zeiträumen
  • Verfügbare Zeiträume:
    • Dieses Jahr
    • Dieser Monat
    • Dieses Quartal
    • Diese Woche
    • Heute
    • Seit gestern
  • Vorteil: Keine Wartung fester Datumswerte erforderlich
  • Beispiel: "Dieser Monat" verarbeitet automatisch alle Workflows seit dem 1. des aktuellen Monats

Filter-Priorität:

  1. Zeitraum-Filter (aktiv) wird zuerst geprüft
  2. Falls nicht aktiv: Datum-Filter
  3. Falls nicht aktiv: Logischer Zeitbereich-Filter
  4. Fallback: Alle Workflows seit 1970

Wichtig: Es kann immer nur ein Filter aktiv sein. Aktivieren Sie nur den Filter, der Ihren Anforderungen entspricht.